Empirische Innovationsökonomik
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Munich Innovation Seminar

28.03.2017


Welcome to the Munich Innovation Seminar!
A joint research seminar of CESIfo, the Max Planck Institute for Innovation and Competition, the TU Munich and the LMU. The seminar is supported by the DFG CRC TRR 190.

http://munich-innovation-seminar.weebly.com/

Wie viel ist genug? Breitbandausbau in Deutschland

27.10.2016


Der Weg in die Gigabitgesellschaft: Wie sollen Breitbandziele in Deutschland über das Jahr 2018 hinaus konkret definiert, umgesetzt und finanziert werden? Dorothee Bär, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, weist darauf hin, dass das BMVI gleich zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode mit der Netzallianz Digitales Deutschland eine Plattform der innovations- und investitionsbereiten Unternehmen gegründet hat. Peter Knauth, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stellt die Maßnahmen des BMWi im Rahmen seiner umfassenden Digitalen Strategie 2025 vor, die von der Unterstützung von Startups, einer innovations- und investitionsorientierten Optimierung des Ordnungsrahmens, der intelligenten Vernetzung zentraler Sektoren, einer neuen Datenpolitik und der Unterstützung von KMU reichen. Wilhelm Eschweiler, Bundesnetzagentur, möchte den vielfältigen Herausforderungen des Breitbandausbaus mit einem flexiblen Regulierungsansatz begegnen, der regionale Marktverhältnisse berücksichtigt und Investitionsanreize erhält. Für Wolfgang Kopf,
Deutsche Telekom AG, muss die Verhinderung einer digitalen Spaltung zwischen städtischen und ländlichen Räumen Vorrang haben vor Maximalbandbreiten für einige wenige Prozent der Bevölkerung in den Ballungsräumen und ausgewählten Gebieten. Nach Ansicht von Valentina Daiber, Telefónica Germany, benötigt Deutschland einen digitalen Quantensprung und eine mutige, ambitionierte Zielsetzung für seine digitale Agenda 2030. Aus Sicht von Wilhelm Dresselhaus, Nokia Deutschland, wird es sich beim Netz für die Gigabitgesellschaft um eine Mischung aus Festnetz- und Mobilfunktechnologien handeln, in dem Endkunden unterbrechungsfrei zwischen den verschiedenen Zugangstechnologien hin und her wechseln können. Auch für Iris Henseler-Unger und Christian Wernick, WIK-Consult GmbH, Bad Honnef, sollte der Ausbau flächendeckender Gigabitnetze, möglichst bis 2025, im Mittelpunkt stehen. Sie empfehlen ein politisches Ziel zu definieren, das das Breitbandziel der Bundesregierung für das Jahr 2018 ersetzt. Justus Haucap, Ulrich Heimeshoff und Mirjam Lange, Universität Düsseldorf, merken an, dass es nicht ausreicht, noch mehr und schnelleres Breitband zu vergraben, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, um interessante Dienste und Inhalte zu entwickeln. Die kommende Bundesregierung sollte eine neue Deregulierungskommission einsetzen, die die Blockaden für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle analysiert. Oliver Falck und Andreas Mazat, ifo Institut, bemerken, dass der aktuelle Bandbreitenbedarf hinter seiner Verfügbarkeit zurückbleibt. Sowohl von Privathaushalten als auch von Unternehmen werden verfügbare Bandbreiten häufig nicht genutzt. Sie warnen deshalb vor überhöhten Bandbreitenzielen und schlagen stattdessen eine Orientierung des Breitbandausbaus an lokalen, technologischen Gegebenheiten vor.

Link zum kostenfreien Download des Artikels, erschienen im ifo Schnelldienst 20/2016 hier.

100 Jahre Wirtschaftsdienst

04.10.2016


Die Jubiläumsausgabe zum 100jährigen Bestehen des Wirtschaftsdienstes beschäftigt sich mit dem Thema „Wirtschaftspolitische Ansätze – Fit für die Lösung von Zukunftsfragen?“. Prof. Dr. Oliver Falck und Dr. Simone Schüller diskutieren in ihrem Beitrag zum Jubiläumsheft die Querschnittstechnologie Internet. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft bleibt nicht ohne Wirkung auf Arbeitsmarkt und Wachstum. Welche Effekte sind aber tatsächlich von dieser "digitalen Revolution" für wen und wo zu erwarten?

Link zum Beitrag hier.

ifo Personalleiterbefragung

28.09.2016


Das ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien befragt im Auftrag der Randstad Deutschland GmbH & Co. KG vierteljährlich Personalchefs aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen nach der Bedeutung von Flexibilisierung bei der Personalsteuerung.

Informationen zum aktuellen Bericht finden Sie hier.

ifo Mitgliederversammlung 2015

15.06.2015

Preisverleihung an ifo Mitarbeiter

Prof. Dr. Oliver Falck erhielt den "Preis für besondere wissenschaftliche Leistungen der Gesellschaft zur Förderung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung (Freunde des ifo Instituts) e.V." für seinen Aufsatz "E-lections: Voting Behavior and the Internet" (zusammen mit Stephan Heblich and Robert Gold), American Economic Review 104 (7), 2014.

Horst Penzkofer wurde mit dem "Preis des ifo Instituts für besondere Erfolge im Management von Drittmittelprojekten" ausgezeichnet.

Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

Diskussion um den Wert der Kultur in "Labour Economics"

02.06.2015

Ursprüngliches Papier von Oliver Falck, Michael Fritsch und Stephan Heblich: "The Phantom of the Opera: Cultural Amenities, Human Capital, and Regional Economic Growth", Labour Economics 18 (6), 2011, 755–766

Kommentar von Thomas Bauer, Philipp Breidenbach und Christoph Schmidt: ""Phantom of the Opera" or "Sex and the City"? Historical Amenities as Sources of Exogenous Variation", Labour Economics, im Erscheinen

Antwort von Oliver Falck, Michael Fritsch und Stephan Heblich: "Response to the Comment "Phantom of the Opera?" or "Sex and the City"" by Thomas K. Bauer, Philipp Breidenbach, and Christoph M. Schmidt”, Labour Economics, im Erscheinen

 

Neue ifo-Studie: Computer haben positive und negative Einflüsse im Unterricht

19.03.2015

Der Einsatz von Computern im Schulunterricht bewirkt im Durchschnitt keine besseren Ergebnisse der Schüler in Mathematik und Naturwissenschaften. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des ifo Institutes. „Aber hinter diesem Durchschnittseffekt verstecken sich entgegengesetzte Wirkungen“, sagt Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik. „Werden Computer zur Informationsbeschaffung und zur Ideensuche genutzt, steigen die Leistungen der Schüler. Werden die Rechner aber zum Einüben des Erlernten eingesetzt, sinken die Leistungen.“ Das ifo Institut untersuchte die Mathematik- und Naturwissenschaftsleistungen von über 400.000 Viert- und Achtklässlern aus über 50 Ländern im internationalen Schülerleistungstest TIMSS.

„Der durchschnittliche ‚Null-Effekt‘ ist ernüchternd, aber häufig belegt“, sagt Wößmann. „Neu ist unser Ergebnis, dass er die Kombination aus positiven und negativen Teil-Effekten ist.“ Würden Computer also mehr zur Informationssuche und weniger für Übungszwecke eingesetzt, so ließen sich bessere Effekte des Computer-Einsatzes im Unterricht erzielen.

„Viele Befürworter erhoffen sich von computerbasierten Unterrichtsmethoden einen technologischen Durchbruch, der das Bildungswesen grundlegend revolutioniert“, sagt Wößmann. „Unsere Befunde zeigen, dass eine qualitative Verbesserung des Unterrichts nur dann eintreten wird, wenn der Computereinsatz auf sinnvolle Anwendungen mit echtem Mehrwert fokussiert wird.“ Allerdings: „Mögliche Effekte auf die Fähigkeit, mit Computern umzugehen, wurden nicht untersucht“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. „Unsere Ergebnisse beziehen sich auf Auswirkungen auf Schülerleistungen in den klassischen Unterrichtsfächern.“

Diese Ergebnisse sind deshalb wichtig, weil viel Geld in die Ausstattung von Schulen mit Computern und Internetzugang investiert wird. Befürworter erhoffen sich von computergestützten Unterrichtsmethoden, die traditionellen Frontalunterricht ablösen, wesentliche Verbesserungen der schulischen Leistungen. Die Autoren der ifo-Studie interpretieren die Befunde so, dass der Einsatz von Computern zu Übungszwecken Unterrichtszeit raubt, die auf andere Weise – etwa mit traditionellen Lehrmethoden – besser eingesetzt wäre. Im Gegensatz dazu scheint die Unterrichtszeit vergleichsweise zielführend genutzt zu werden, wenn Computer zur Suche von Informationen und Ideen genutzt werden.

Um zu den empirischen Ergebnissen zu gelangen, nutzten die Autoren moderne mikroökonometrische Methoden, die es erlauben, über die Beobachtung reiner Korrelationen hinaus näher an die Schätzung kausaler Effekte zu gelangen. Die gefundenen Effekte sind insgesamt stärker für Kinder aus sozio-ökonomisch bessergestellten Haushalten und treten vor allem in entwickelten Ländern auf.

Publikation (auf Englisch)

Falck, Oliver, Constantin Mang und Ludger Woessmann, “Virtually No Effect? Different Uses of Classroom Computers and their Effect on Student Achievement”, CESifo Working Paper No. 5266, März 2015.

Kontakt

Prof. Dr. Ludger Wößmann, 089 9224-1699, Woessmann@ifo.de
Prof. Dr. Oliver Falck, 089 9224-1426, Falck@ifo.de

 

Ausgaben für Kultur strahlen ab auf die gesamte Wirtschaft

18.03.2015

Ausgaben für Kultur-Einrichtungen haben einen positiven Effekt auf den Wohlstand der jeweiligen Stadt und Region. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie aus dem ifo Institut. „Der Mechanismus läuft so: Kultur-Einrichtungen ziehen mehr hochqualifizierte Mitarbeiter an, und deren höheres Einkommen strahlt auf die gesamte regionale Wirtschaft ab“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo-Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. „Das Ergebnis stellt ein wichtiges Argument für eine Subventionierung von kulturellen Einrichtungen dar. Und es besteht Hoffnung für Städte wie Berlin, dass dort längerfristig die Arbeitsplätze den Menschen folgen werden.“

Um die Wirkung von Kultur auf den regionalen Wohlstand eindeutig bestimmen zu können, suchten die Forscher in Deutschland nach kulturellen Einrichtungen, deren Existenz nicht vom heutigen Einkommensniveau bestimmt ist. Das sind Opernhäuser, die bereits zur Barockzeit gegründet wurden. Und tatsächlich sind die örtlichen Einkommen in allen diesen 29 Städten höher als in vergleichbaren Städten ohne barocke Opernhäuser. In einem weiteren Schritt wurden Freie und Reichsstädte, Hansestädte oder Universitätsstädte herausgenommen sowie die Analyse auf Westdeutschland beschränkt, um andere mögliche Effekte auf den Wohlstand herauszurechnen. "Aber die Ergebnisse blieben gleich: Ausgaben für Kultur haben positive Einkommenseffekte für alle Beschäftigten in einer Region", sagt Falck.

Details zur Studie (auf Englisch) finden Sie hier.

Für Rückfragen: Prof. Dr. Oliver Falck, 089 9224-1426; falck@ifo.de

 

The Venice Summer Institute

10.03.2015

Im Rahmes des 16. CESifo Venice Summer Institute findet vom 24. bis 25. Juli 2015 der von Oliver Falck mitorganisierte Workshop "The Economics of Entrepreneurship: Bringing the Entrepreneur Back into Economics" statt.

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie hier.

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